IHK-Fachkundeprüfung Güterkraftverkehr Vorbereitung: Die 5 wichtigsten Tipps

Als ich mich 2018 zum ersten Mal mit der Vorbereitung auf die Fachkundeprüfung Güterkraftverkehr beschäftigt habe, hieß es überall, die Prüfung sei extrem schwer und die Durchfallquote sehr hoch. Viele Teilnehmer bräuchten mehrere Anläufe und einige würden es nie schaffen zu bestehen. Diese Aussagen halten sich bis heute hartnäckig. Das ist vielleicht auch gar nicht schlecht, denn diese Warnungen können dabei helfen die Prüfung mit der nötigen Vorbereitung anzugehen und nicht davon auszugehen, dass man sie im Vorbeigehen besteht.
In diesem Artikel zeige ich dir, welche Möglichkeiten der Vorbereitung es gibt, worauf es bei der Fachkundeprüfung Güterkraftverkehr wirklich ankommt und welche 5 Tipps mir damals geholfen haben, die Prüfung im ersten Anlauf zu bestehen..
Möglichkeiten der Vorbereitung auf die IHK Fachkundeprüfung Güterkraftverkehr
Mittlerweile gibt es für die Vorbereitung auf die Fachkundeprüfung viele verschiedene Möglichkeiten und Anbieter im Internet. Du kannst dich zum Beispiel für ein Seminar in Präsenz oder online entscheiden, klassisch mit Büchern lernen oder auf moderne Lern-Apps zurückgreifen. Welche Methode am besten passt, hängt vor allem davon ab, wie du am liebsten lernst und wie viel Zeit du investieren kannst und natürlich auch davon, wie viel Geld du investieren möchtest. Welche Methode du bei der Vorbereitung auch wählst, am Ende zählt vor allem, dass du mit System lernst und die wichtigen Inhalte wirklich verstehst. Deshalb zeige ich dir jetzt die 5 Tipps, die mir damals geholfen haben, die Fachkundeprüfung im ersten Anlauf zu bestehen.
Tipp 1: Fange rechtzeitig an zu lernen
Jetzt denkst du dir vielleicht: Diesen Tipp hätte er sich auch sparen können. Ist ja klar, dass man frühzeitig anfangen sollte. In der Theorie stimmt das auch, aber in der Praxis ist die eigentliche Frage: Was bedeutet eigentlich „rechtzeitig“? Eine Woche vor der Prüfung, ein Monat vorher oder noch früher?
Darauf eine pauschale Antwort zu geben, ist natürlich fast unmöglich. Zunächst einmal hängt es sehr von deinen Vorkenntnissen ab. Bist du vielleicht schon LKW-Fahrer und kennst die Lenk- und Ruhezeiten aus dem Effeff? Dann hast du schon mal einen großen Vorteil gegenüber denen, die das noch lernen müssen.
Merke dir, dass es sich immer besser ohne Stress und Zeitdruck lernt. Plane dir deine Lernsessions frühzeitig ein und gehe strukturiert an deine Vorbereitung heran. Es ist immer besser, am Ende Themen zu wiederholen, als etwas auszulassen. Grundsätzlich kann man sagen, dass vier Wochen Vorbereitung ein guter Rahmen sind, um sich strukturiert und ohne unnötigen Stress auf die Prüfung vorzubereiten. Je nach Vorkenntnissen kann es aber auch mehr oder weniger sein.
Tipp 2: Fahrzeugkostenrechnung sicher beherrschen
Wenn du die Fachkundeprüfung bestehen möchtest, musst du die Fahrzeugkostenrechnung beherrschen. Das gilt übrigens auch später, unabhängig davon, ob du dein eigenes Unternehmen gründest oder als Verkehrsleiter arbeiten möchtest. Du musst wissen, wie sich die Kosten eines Fahrzeugs zusammensetzen, wie du berechnest, was das Fahrzeug kostet, wie viel du verdienen musst und wann ein Auftrag sinnvoll ist.
Außerdem bringt dieser Teil einen großen Teil der Punkte in der schriftlichen Prüfung. Wenn du das kannst, bist du einen großen Schritt näher am Bestehen. Kannst du es nicht, ist das Risiko groß, dass du durchfällst.
Also gilt in der Vorbereitung: Rechnen, rechnen, rechnen! Wenn du einmal verstanden hast, wie man die Fahrzeugkostenrechnung sauber anwendet, musst du dir vor diesem Teil in der Prüfung keine Sorgen machen.
Tipp 3: Nutze eine Lern-App
Eine Lern-App kann dir bei der Vorbereitung sehr helfen. Unabhängig davon, ob du ein Seminar besuchst oder nicht, hast du mit einer App den Vorteil, dass du kostengünstig einsteigen und dich schon vorab mit den Themen beschäftigen kannst. Außerdem gibt dir die hohe Flexibilität die Möglichkeit, auch zwischendurch zu lernen und dein Wissen nach und nach zu vertiefen. Wenn du dich auf die Fachkundeprüfung vorbereiten möchtest und eine App suchst, findest du auf unserer Seite weitere Informationen dazu: https://www.deinelizenz.com/ihk-fachkundepruefung-kurs
Tipp 4: Lerne nicht nur auswendig, sondern verstehe die Zusammenhänge
Der zweite Teil der Prüfung besteht in der Regel aus einem Fallbeispiel. Es geht also nicht nur darum, Wissen auswendig abzufragen, sondern auch darum zu zeigen, dass du das Gelernte anwenden kannst. So kann es zum Beispiel sein, dass du berechnen musst, wie lange ein Fahrer für eine Tour von 1000 km unter Berücksichtigung der Lenk- und Ruhezeiten benötigt. Du bekommst also keine einfache Frage wie „Wie lang ist die maximale Tageslenkzeit?“, sondern musst dein Wissen praxisnah einsetzen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, bei den Themen nicht nur die Regeln zu lernen, sondern auch den Kontext mitzulesen, damit du verstehst, warum bestimmte Dinge so geregelt sind. Das hilft dir auch später in der mündlichen Prüfung, wenn du dein Wissen sicher und sinnvoll anwenden musst.
Tipp 5: Simuliere eine echte Prüfung
Wenn du das Gefühl hast, den Stoff gut zu beherrschen, solltest du dich mit einer Stoppuhr hinsetzen und eine echte Prüfung möglichst realistisch nachstellen. Viele interaktive Lern-Apps bieten dafür Probeklausuren an, mit denen du dich gezielt vorbereiten kannst. Noch besser ist es, wenn du auch die mündliche Prüfung übst: Bitte zum Beispiel eine bekannte Person, dich abzufragen, damit du merkst, wie es ist, das Wissen laut auszusprechen und dich auch auf diesen Teil der Prüfung sicher vorzubereiten.
Fazit:
Dass die IHK-Fachkundeprüfungen im Güterkraftverkehr den Ruf haben, sehr schwer zu sein, kommt nicht von ungefähr. Die Durchfallquote ist auch deshalb so hoch, weil sich viele Prüflinge nicht ausreichend vorbereiten. Wer rechtzeitig mit dem Lernen beginnt, die wichtigsten Themen wie Fahrzeugkostenrechnung sowie Lenk- und Ruhezeiten ernst nimmt hat gute Chancen, die Prüfung beim ersten Mal zu bestehen. Außerdem sollte man versuchen, Stress so weit wie möglich zu vermeiden. Zum Beispiel, indem man schon eine halbe Stunde vor der Prüfung erscheint oder die Prüfungssituation vorher mehrfach simuliert hat.
(Hinweis: Zur besseren Lesbarkeit nutze ich in diesem Beitrag die männliche Form – gemeint sind natürlich alle, die die Fachkundeprüfung ablegen wollen.)




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